Mobilheim renovieren & winterfest machen

  • Hallo liebe Mobilheim Fans,


    Ich habe vor kurzem mein eigenes erstanden und möchte dieses nun renovieren.

    Ziel ist es die Isolierung so aufzustocken das man dort auch im Winter wohnen kann und es schön kuschelig warm hat.


    Vielleicht kann mir jemand mit folgenden Fragen weiterhelfen:


    1. Kann man ein Mobilheim von außen isolieren (Isolierung zwischen alter Blechummantelung und geplanter neuer Holzverkleidung)?
    2. Wenn ja, welche Lagen von Material werden benötigt?
    3. in welcher Reihenfolge sollten diese angebracht werden (von innen nach außen)
    4. Was sollte man bei den bestehenden Lueftungsschlitzen beachten?


    Vielen lieben Dank im Voraus & happy mobilheiming :mobilheim

  • zu 1.) Ja! Kann man


    Zu 2.) Ich würde eine sog. Kreuzverlattung aufbringen.

    Dabei stellt die erste Lage die Hinterlüftung sicher, die darauf aufbauende zweite Lage nimmt dann den Dämmstoff auf. Hierfür eignet sich dann Glas- oder Mineralwolle. Aber auch geschäumte Dämmstoffe.


    Zu 3.) erste Lage imprägnierte Dachlatten, und zwar senkrecht. Diese kann man entweder mit der Unterkonstruktion verschrauben. Das aber bedeutet, daß man das Ständerwerk auch finden muß.

    Oder man nimmt Metallwinkel, die man mit Blindnieten auf der Metallfassade festnietet. An diesen Winkeln werden dann die Dachlatten verschraubt.


    Der Einfachheit halber würde ich darauf gleich eine Dampfsperre aufbringen. Diese wird nötig, da ja auch die Luft, die durch den Luftspalt strömt, feucht sein kann.


    Darauf kommt dann die Konterlattung. Die dafür verwendeten Latten oder Balken fallen eben so stark aus, wie die geplante Dämmung ausfallen soll. Letztere kommt dann zwischen die Balken, wodurch sich deren Abstand zueinander definiert. Darauf kommt dann eine zweite Dampfsperre zu liegen.


    Den Abschluß bringt dann die geplante Holzfassade.


    Wichtig ist, daß der entstehende Luftspalt zwischen der bestehenden alten Fassade und der Dämmschicht mit einem Lochblech verschließt, damit keine "Untermieter" (Mäuse, Vögel oder auch Insekten) dort einziehen können.


    Wenn man die Dachlatten bis zum Boden durchzieht, erspart man sich später die Montage einer zusätzlichen Schürze.

    Dann muß aber darauf geachtet werden, daß zum Boden hin ebenfalls eine Feuchtigkeitssperre erstellt werden muß..

    Auch muß man dann Revisionsklappen einplanen, die den Zugang zum Wasser-, Abwasser-, Gas- und Stromanschluss ermöglichen.


    Zur Dachtraufe hin lässt man einen schmalen Schlitze frei. Wenige Millimeter genügen. Dadurch stellt man due Hinterlüftung sicher.


    Zu 4.) Durch die Hinterlüftung bleiben die bestehenden Luftschlitze frei und können weiterhin ihrer Funktion nachkommen.

    Wird die neue Fassade einschließlich der Dämmung jedoch bis zum Boden ausgeführt (was sich übrigens auch aus statischen Gründen empfiehlt, sind im Schürzenbereich entsprechende Lüftungsöffnungen vorzusehen, die mit passenden Gittern abgedeckt werden.

    Wegen der "Untermieter"


    Wenn ihr so etwas umsetzen wollt, vergesst aber die Türen und Fenster nicht. Sonst bringt das Ganze nicht viel.

    Das gilt natürlich auch für das Dach.

  • Ja, so haben wir das in etwa auch gemacht wie un_owen geschrieben hat. Das original Ständer werk haben wir gefunden, indem wir dort ins MH geschraubt haben, wo man die Schrauben von der Aluverkleidung gesehen hat

  • wenn ich es richtig gesehen habe, hast du 60mm Kanthölzer verbaut. Finde ich als Winterisolierung zu dünn. Ich habe bei mir eine 100mm Isolierung, obwohl ich kein Dauercamper bin und nicht das ganze Jahr dort wohne.


    LG

  • wenn ich es richtig gesehen habe, hast du 60mm Kanthölzer verbaut. Finde ich als Winterisolierung zu dünn. Ich habe bei mir eine 100mm Isolierung, obwohl ich kein Dauercamper bin und nicht das ganze Jahr dort wohne.


    LG

    Die Dicke der Isolierschicht alleine sagt nichts über den Dämmwert aus.

    Je nach verwendetem Material kann eine dünnere Wand sogar bessere Dämmwerte bringen.


    Abgesehen davon wird ja die alte Außenwand bereits gedämmt gewesen sein. Deren Dämmwert geht ebenfalls mit in die Berechnung ein.

  • wenn ich es richtig gesehen habe, hast du 60mm Kanthölzer verbaut. Finde ich als Winterisolierung zu dünn. Ich habe bei mir eine 100mm Isolierung, obwohl ich kein Dauercamper bin und nicht das ganze Jahr dort wohne.


    LG

    Es sind 80er Kanthölzer + 4 cm original Isolierung vom MH.

    Wiebke und Reinhard
    Wir wohnen dort, wo andere Urlaub machen :sonnen

  • Moin Leute, dieser Beitrag ist ja nun schon ein paar Tage alt aber da wir (Meine Familie und ich) nun auch vor dem kauf unserer ersten mobilheime stehen befasse ich mich auch shcon eine ganze weile mit dem thema Dämmung. So wie Wiebke und Reinhard das gemacht haben ist das wohl eine normale standarddämmung und ich tendiere mittlweiele dazu, das ebenfalls so zu machen, weil es am einfachsten und am sinnvollsten ist.


    So wie "Un-owen" das geschrieben hat mit der Kreuzverlattung soll das wohl eine hinterlüftet fassade darstellen, allerdings bin ich nicht ganz konform mit dem aufbau, der dort beschrieben wird. also aus dem konventionellen handwerk kenne ich den aufbau folgendermalßen.


    1. Es kommt eine vertikale lattung zum Einsatz, die ich tatsächlich auch bis zum boden machen würde. Das erzeugt zum einen eine homogenere Optik, wirkt sich positiv auf die Statik aus und ist auch ein wenig leichter herzustellen.


    2. In diese vertikale Lattung kommt die erste lage Dämmstoff, hier würde ich persönlich mittlerweile zu hartschaumplatten tendieren, einfach weil die resitent gegen schimmel, Feuchtigkeit und Verrottung sind. Die Stärke der erste lattung sollte die Hälfte der angestrebten dämmung sein. Sagen wir also, wir wollen die aussenhülle mit 120 mm Dämmung versehen, dann wäre die Stärke der ersten lattung also 60mm.


    3. Auf diese erste vertikale Dämmschicht kommt eine horizontale Verlattung. Diese verhindert zum einen, dass der Dämmstoff herausfällt (je nach system sollte man die glaube ich eh verkleben) und ist zum anderen natürlich die aufnahme der zweiten lage dämmstoff. Durch den Kreuzverbund wird eine viel bessere Dämmung erzeugt, tauwasser und kältebrücken werden schon so größtenteils vermieden, wenn man von den üblichen schwachstellen Fenster und türen absieht.


    4. aus die zweite lage Dämmstoff (z.B.60mm) kommt die Dampfsperre, oder Untersperrbahn. Diese wird an der lattung festgetackert und an den stoßstellen überlappend (meist 25 cm) verklebt. das kann mittels systemkleber oder klebeband vom herstellersystem erfolgen.


    5. Auf diese Sperrbahn kommen dann noch mal dünne Leisten, natürlich wieder vertikal angebracht. Bei diesen reicht diesmal aber eine Stärke von 2 cm völlig aus. Und an diese kommt dann die horizontale Verkleidung. Aufpassen: Bei vielen erhältlichen PVC-Fassaden muss der abstand zwischen der Letzen horzontalen schicht kleiner sein.


    Habe ich bei diesem wandaufbau irgendwas velgessen? meiner meinung nach sollte die hinterlüftung der fassade vor der verkleidung sein und nicht vorm mobilheim oder? durch die dämmung verlagert sich der taupunkt doch sowieso nach aussen und das mobilheim schitzt nicht mehr

  • Hallo Freelander

    Soweit so gut wenn du aber die Außenwände so gut dämmst und den Boden und die Decke nicht annährend so gut dämmst kriegst du da ein Problem mit Feuchtigkeit

    Holländer


    nur ein Schreiner weiß was Frauen glücklich macht, ein Glück das es Schreiner gibt :thumbup::thumbup:

  • ich will ja nicht pingelig sein, aber mit Deinem Aufbau beschreibst Du kurz und bündig die Montage einer Kreuzverlattung.


    Ich persönlich würde mich immer für eine hinterlüftete Dämm- Variante entscheiden.

    Damit vermeidet man mögliche Staunässe in der Fassade.

    Zum anderen isoliert diese Luftschicht ja noch zusätzlich.

    Es muß kediglich sichergestellt sein, daß sich keine Insekten, Vögel oder Nagetiere in dieser Hinterlüftung einnisten können.

    Von daher macht es auch Sinn, die zusätzliche Dämmschicht nicht bis zum Biden herunter zu ziehen, sondern stattdessen einen abgesetzten Sockel zu erstellen.

    Das gilt insbesonders dann, wenn das Mobilheim nicht auf einem durchgehenden Streifenfundament aus Beton ruht.

    Wird die Außenhaut bis auf den gewachsenen Boden durchgezogen, wirst Du um eine verbissfeste Feuchtigkeitssoerre nicht herum kommen. Andernfalls könnte durch Schädlingsbefall und durch Kapillarwurkung Feuchtigkeit nach oben steigen und die Dämmschicht unbrauchbar machen.

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