550 Watt SelfPV Balkonkraftwerk

  • Hallo,


    ich habe neben vielen Renovierungen nun auch wieder mal technisch

    investiert.:)

    Um die Stromkosten etwas einzudampfen ist es ein sogenanntes

    Balkonkraftwerk geworden. Genau gesagt eine 550 Watt Photovolltaikanlage

    zur Einspeisung / Eigenverbrauch mit zwei TrinaSolarmodulen und einem

    einphasigem YC600 Microwechselrichter.

    Laut meinen Berechnungen liegt die Einsparung in etwa bei 40 % meines

    Strombedarfs. Gerade im Sommer, Klimaanlage und Poolpumpe haut

    immer gerne mal ins Kontor.

    Investition, 460,00 € incl. Mwst.


    Bevor Fragen aufkommen, diese Aktion ist mit meiner Verpächterin abgestimmt.

    Wenn schon jemand Erfahrungen mit so einer Anlage hat, immer gerne her damit.:)

  • Hey,


    wie wird der Strom denn genau in Dein Stromnetz eingespeist?

    Über Schuko Steckdose oder über eine extra?


    Wie sieht es mit Sicherungen aus?


    Ich frage deshalb, weil ich mir auch überlege so etwas zuzulegen.


    LG

    Dennis


  • Wie sieht es mit Sicherungen aus?

    In DE sollen auf jeden Fall 16 A Sicherungsautomaten vorhanden sein,

    mit Schraubsicherungen ist es nicht zulässig einzuspeisen.

    Auch ein entsprechender Zähler mit Rückwärtslausperre ist von Nöten,

    oder eben die Absprache mit dem Verpächter.

    Die Anlage soll auch beim Stromversorger angemeldet werden.

    Dies kann in den meissten Fällen auch nur der Verpächter, ausser man

    hat mit dem Versorger einen direkten Kontrakt.

  • Hallo Kamelhaarsuppe,


    das Prinzip finde ich ja gut und ich überlege auch, eine PV-Anlage zu installieren.

    Mir stellt sich nur die Frage der tatsächlichen Einsparung. Da ich unser MH lediglich an Wochenenden und in den Ferien nutze, könnte ich da einen gewissen Eigenverbrauch abdecken, wobei 550 Watt ja schnell gezogen sind und meinen Bedarf ja nicht abdeckt. In den übrigen Zeiten habe ich vielleicht ein paar kWh, die der Kühlschrank zieht, ansonsten habe ich Strom im Überfluss, der ja irgendwo hin muss.


    Was passiert denn mit Deinem Strom, den Du nicht brauchst? Vor allem, wenn er nicht ins Netz eingespeist wird?

    Nutzt Du Dein MH auch nur zu Freizeitzwecken, oder wohnst Du da?


    Viele Grüße, Mark

  • Hallo Mark,


    Ich wohne so 50 / 50 % in meinem Mobilheim, meine bessere

    Hälfte ist noch öfter da. In so fern verbraten wir den generierten

    Strom.

    Während der Abwesenheit speise ich in das CP-Platznetz ein.

    Eine Vereinbahrung mit meiner Verpächterin, quasi ein

    sogenannte Win - Winsituation.


    Eine Absprache mit dem Platzbetreiber sehe ich als zwingend notwendig.

  • Da habe ich meiner Mutter ja nen Floh ins Ohr gesetzt. ?‍♀️

    Sie möchte sowas auch.

    Mein Fazit: erst mit Verpächter reden, ob ins Netz eingespeist werden darf.

    Und dann am Besten einen Fachmann fragen, um sowas anzuschließen.

    Weil außer 16 A hab ich nur Bahnhof verstanden.

    Und ja, wohin mit dem zuviel Strom?

    Gibt es da einen Speicher/Akku?

    Uffffffff

  • Ich sag mal so, den Strom vom Dach einzuspeisen bedarf auf jeden Fall Kenntnisse über E-Verteilungen, ich werde hier sicher keine Anschlussanleitung für liefern, da gibt es ja einige Spezialisten für,

    glaube aber nicht, dass sich da einer groß aus dem Fenster hängt.

    Klar gibt es Speicher, ich würde welche von Tesla bevorzugen, dann muss das Fachwissen noch deutlich gesteigert werden,

    dabei wird man dann sehr schnell feststellen, dass sich das bei der erreichten Ausbeute nichtmal in einem Zeitfenster von 300 Jahren rechnet.

    Also lieber back to Earth, ich hatte ja geschrieben, wenn es mit dem Platzbetreiber vereinbart ist, eine Winwinsituation für beide Parteien.

    Also, so oft wie möglich Dasein und den generierten Strom selber verbraten.:)


    Ich schätze aber mal, dass die geistigen Kompetenzen der meisten Platzbetreiber da noch in den Kinderschuhen liegen.;)

  • Deswegen hatte ich genau das schon in #6

    erwähnt.:)

    Spielt bei mir aber kein Rollo, die Betreiberin ist schon mit auf den Zug aufgesprungen. Mit meinem Seniorverpächter wäre das auch nichts geworden, die Tochter ist da schon deutlich innovativer.:)

    deine Betreiberin des Platzes ist nicht der Netzbetreiber sondern der, der das netz an dem der Platz hängt betreibt.

    Bei den Wechselrichtern und beim Anschluss an das Netz, gibt es einige gesetzliche Regeln zu beachten.

    Ich habe gehört das es Netzbetreiber geben soll, die diese Micro Anlagen genehmigen. Mir ist allerdings keiner bekannt.

    Sollte deine Anlage irgendwo Schäden im Netz oder Personenschäden verursachen, wird's teuer.

    Der richtige Weg wäre: der Grundstückseigentümer muss beim Netzbetreiber eine Anfrage zum Anschluss einer Netzgekoppelten PV-Anlage stellen. Dort muß schon aufgeführt sein welche Komponenten verwendet werden sollen mit allen Zulassungen und einem Stromlaufplan.

    Ich gehe davon aus das das Projekt an diesem Punkt schon scheitern wird.

    Zumal wenn einer anfängt andere das auch machen, dann wird's richtig kompliziert.

  • Ich habe gehört das es Netzbetreiber geben soll, die diese Micro Anlagen genehmigen. Mir ist allerdings keiner bekannt.

    Der Aktuelle Stand der Dinge sieht im Moment so aus:


    Zitat: PV-Magazine


    "Als „nächsten Fortschritt für Sonnenenergie vom eigenen Balkon“ werten die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und Greenpeace Energy die Neuregelung der Norm VDE-AR-N 4105, die am 27. April 2019 in Kraft tritt. Diese Norm ermöglicht es Verbrauchern, ihre Steckdosen-Solargeräte zur privaten Stromerzeugung bis zu einer Gesamtleistung von 600 Watt rechtssicher selbst beim Netzbetreiber anmelden, statt wie bisher über einen Elektroinstallateur.

    An dem Normierungsverfahren des Forums Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) war die DGS beteiligt. Deren Ziel ist es, „die dezentrale Energieproduktion auch für Mieter und Kleingärtner voranzubringen, die bisher keine eigene Sonnenenergie nutzen konnten“, so DGS-Präsident Bernhard Weyres-Borchert. Für alle Fälle, in denen der zuständige Netzbetreiber die neue Regelung nicht in eigene Meldeformulare übersetzt habe, stelle die DGS online ein konformes Meldeformular bereit.

    In ihrer gemeinsamen Pressemitteilung weisen GDS und Greenpeace Energy darauf hin, dass sich beim Betrieb von Steckdosen-Solargeräten der Stromzähler nicht rückwärts drehen dürfe. Dafür sorge beispielsweise ein Stromzähler mit Rücklaufsperre. Die Umrüstung sei bisher jedoch häufig an der mangelnden Kooperation seitens der Netzbetreiber gescheitert, da nur ein Verfahren für die Anmeldung von Stromerzeugungsanlagen über Elektriker existierte. Mit der neuen Norm würden nun auch in Deutschland EU-Vorgaben umgesetzt, die in Portugal, Österreich, Luxemburg und der Schweiz längst gängige Praxis seien.

    DGS und Greenpeace Energy schätzen, dass europaweit mindestens 200.000 Balkonmodule im Einsatz sind, in Deutschland sollen es demnach etwa 40.000 sein. Nächstes Ziel der DGS-Arbeitsgruppe „Pvplug“ sei eine Regelung für Balkon-Solaranlagen wie in Luxemburg. Dort seien solche Anlagen bis zu einer Leistung von 800 Watt von jeder Anmeldepflicht befreit."


    Zitat Ende

  • Steckerfertige PV-Anlagen


    In der VDE-AR-N 4105:2018-11 sind steckerfertige PV-Anlagen unter ganz bestimmten Voraussetzungen zulässig.


    Mit der im Mai 2018 veröffentlichten Vornorm DIN VDE V 0100-551-1 (VDE V 0100-551-1) wurde in Deutschland die Möglichkeit geschaffen, PV-Anlagen auch in einen vorhandenen Endstromkreis einzubinden. Der Anschluss darf aber ausschließlich über einen speziellen Stecker oder eine feste Installation erfolgen.


    In der VDE-AR-N 4105:2018-11, Abschnitt 5.5.3; Stecker-PVA heiß es:


    Für steckerfertige Erzeugungsanlagen gilt - neben den in der VDE AR N 4105:2018-11 formulierten Anforderungen - die DIN VDE V 0100-551-1.


    Wird eine steckerfertige EZA über eine vorhandene, spezielle Energiesteckdose (z.B. nach VDE V 0628-1) angeschlossen und ist ein Zweirichtungszähler auf dem zentralen Zählerplatz vorhanden, dürfen im Inbetriebsetzungsprotokoll E.8 die Unterschrift des Anlagenerrichters und die Angaben zum Anlagenerrichter entfallen. Ein Lageplan ist in diesem Fall nicht notwendig. Dies gilt nur bis zu einem SAmax ≤ 600 VA je Anschlussnutzeranlage.


    Laut DIN VDE V 0100-551-1:2018-05 darf eine Stromerzeugungseinrichtung, die als zusätzliche Stromquelle im Parallelbetrieb mit einer anderen Stromquelle vorgesehen ist, nur errichtet werden, wenn:


    - sie auf der Versorgungsseite aller Schutzeinrichtungen für die Endstromkreise der Anlage entweder fest oder über eine spezielle Energiesteckvorrichtung; z. B. nach DIN VDE V 0628-1 (VDE V 0628-1), angeschlossen ist, oder


    - sie auf der Lastseite aller Schutzeinrichtungen eines Endstromkreises der Anlage angeschlossen ist.



    Das heißt : diese Anlagen sind erlaubt müssen aber alle Anforderungen der 4105 wie "normale" Anlagen erfüllen.

    Allerdings nur eine Anlage je Netzanschluss.



  • Das können wir noch tagelang weiter so machen, bringt aber keinem was.;)


    Wie ich in Post 6 schon schrieb, war mein Weg über die Verpächterin.

    Geht ja auch nicht anders, ich habe keinen Zähler an der Liefergrenze

    zum Netzbetreiber.

    In Post 14 habe ich dann erwähnt, das meine Verpächterin "Auf den Zug

    aufgesprungen ist", heisst im Klartext sie betreibt mittlerweile selber eine erheblich

    grössere PV-Anlage mit Netzeinspeisung und einem Zweirichtungszähler,

    wobei es wohl auf Grund des Platzes und einem grossen Gastronomiebetieb nicht zur

    Einspeisung kommen wird.

    Das ganze liegt mittlerweile in den Händen eines mir persönlich bekanntem

    Elektromeisters, ich selber komme ja aus der Lüftungs.- Klima.- und Wärmepumpen

    Ecke.;)


    Ich weiss aber auch, dass Veränderungen immer skeptisch gesehen werden,

    solange man noch was verbrennen kann, aber mittlerweile tut sich da

    gewaltig was.;)

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