Beiträge von Seehase

    Elbenkind

    Die Schürze muss den Spalt zwischen Windbremse und Außenverkleidung frei lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Das wird also kaum mehr als Dachlattenstärke ausmachen. Zu den hier angegeben Preisen von 100€/lfdm. Ein m2 Zierer Fassade (die ich verbaut habe) kostet ca. 130€ zzgl. Material für die Konterlattung und Edelstahlschrauben. Und die sind 37 cm hoch. Bedeutet auch reichlich Verschnitt bei höherem Sockel! Ich hatte mal ein Angebot von Toptotaal. Die haben für ein Chalet von 11x4 Metern rund 2400€ für die "onderafsetting" aufgerufen. Alles Zusatzkosten, mit denen so manche Kaufinteressenten gar nicht rechnet.......

    15937991980902973184605898550014.jpgAlso ich habe die Unterverkleidung auch so weit nach innen gesetzt, dass die Hinterlüftung der vorgesetzten Fassade frei "atmen" kann. Und dann untenrum komplett geschlossen und auf jeder Seite Lüftungsgitter eingesetzt. Was soll da Wind und Sturm anrichten? Es kursieren ja abenteuerliche Märchen rund um Chalets und Mobilheime......

    Und die eingebauten Lüftungsgitter sorgen für eine zugfreie Belüftung des Luftraums zwischen Erdreich und Fußboden und sind zwingend zu empfehlen, damit sich kein Schimmel bildet. Auf Bild 2 seht ihr rechts die Einstiegsluke und links ein farblich passendes Lüftungsgitter. Das hat von hinten feinmaschiges Drahtgewebe und hält schonmal die meisten ungebetenen Untermieter ab.

    johannamaria14

    Du hast doch ein schönes, neues Mobilheim. Ich grüble gerade wie das funktionieren soll. Vom optischen Eindruck mal abgesehen.

    Es gibt ne Menge Varianten, mit denen man sein Häuschen verschandeln kann. Da werden z. B. alte Rolladenpanzer oder LKW Plane drangetackert und schon sieht es nach Notunterkunft aus. Als Platzbetreiber würde ich einigen Bastelkönigen da richtig auf die Füße latschen.

    Schwalbennest

    Heike, zeichne dir die Fassade massgetreu auf und überlege dann, wie du das aufteilen könntest. Z.B. 6 lfdm., dann die restlichen 3 Meter auf 2 Felder aufteilen und vielleicht in anderer Farbe gestalten oder in Kombi mit einem Stein- oder Schieferdekor. Somit kannst du mit weniger Verschnitt arbeiten weil z. B. Zierer Fassadenplatten andere Maße haben.

    Die Fassade ist evtl. viel interessanter gestaltet als im üblichen Einheitslook. Man könnte auch den Bereich um die Eingangs- oder Terrassentüre etwas erhaben in anderem Design gestalten.

    Schwalbennest

    Es gab wohl vor Jahren bei Canexel Probleme mit der Deckschicht. (Abplatzer). Unsere Hütte aus 2012 weist keinerlei Beschädigungen auf. Ich hatte mit farbigem Terrassenöl ziemlich rumgesaut, weil schlecht abgeklebt. Die mitgelieferte Originalfarbe deckte außerordentlich gut, kleine Schraublöcher habe ich vorab mit Acryl geschlossen. Es sind keinerlei Farbunterschiede erkennbar. Ich käme allerdings niemals auf die Idee die Fassade mit dem Hochdruckreiniger zu malträtieren. Mit einer Waschbürste, Lauge und Wasserschlauch lässt sie sich schonend und gut reinigen.

    s-l400.jpgEs gibt auch bei senkrechter Beplankung Alternativen zu Holz.

    Von Kerrafront, Canexel, American Siding um nur einige zu nennen. Entweder aus Vollkunsstoff oder WPC/BPC. Und eine über Jahrzente wartungsfreie Fassade ist umwelttechnisch sicher nachhaltiger als regelmäßig mit Holzschutz, Farbe oder Lasur nachzuarbeiten.

    Auch Kombinationen verschiedener Materialien (z. B. mit Schiefer/Betonplattenoptik oder Ziegeln) können toll wirken, wenn sie zum Stil des Hauses passen. Wenn es Holz sein muss dann vielleicht Sibirische Lärche, unbehandelt als Rombusleisten. Dazu muss allerdings die Unterkonstruktion mit passender Unterspannbahn vorbereiten werden, damit die Dämmung nicht nass wird.

    Und so groß, dass man vielleicht noch unter dass MH krabbeln kann. ;)

    Ich bin schon häufig drunter gekrabbelt. Hab mir einen beheizten Waschmaschinenzulauf nach draußen gelegt weil mich die Vibrationen beim Schleudern nervten. Eine Hunde Außendusche realisiert in dem ich die Ablassventile angezapft habe, diverse Stromkabel für den Garten abgezweigt. Das wäre alles ohne "Bekriechbarkeit" nicht realisierbar gewesen. Bin froh dass unsere Bude nicht auf Erdniveau eingebuddelt wurde......

    Die Deckit Verkleidung dient eher der Optik, wird großteils bei Mietheimen im Süden verwendet da dort ja Saisonbetrieb ist. Durch den recht "luftigen" Abstand erreicht man keine bessere Frostfestigkeit, da der Wind ja ungehindert hindurch bläst. Besser ist, auch gegen Fußkälte, eine umlaufend geschlossene Schürze. Natürlich mit Zugangsluke und Lüftungsgittern gegen Schimmelbildung. Es gibt ein Video auf Youtube von Toms Woodshop. Da keine Links mehr erlaubt sind einfach mal in die Suchfunktion eingeben. Super detaillierte Beschreibung aller Arbeitsschritte und natürlich auch mit andere Deckmaterial zu realisieren.

    Michiko

    Unkrautvlies macht Sinn, denn es gibt genug Fugen durch die noch Licht fällt. Und Unkraut ist bekanntlich sehr anpassungsfähig.....

    Es gibt in NL auch eine Firma die Terrassen aus Kunststoff fertigt. Da liegst du bei der Größe aber schnell über 5k.

    Michiko

    Du kannst auch ein kleines Ringfundament anlegen. Rundrum einen kleinen Graben ausheben und Kantensteine flach mit Gartenbeton verlegen. Dann innen plan auffüllen mit Split. So hast du einen guten Untergrund für den Boden und was stabiles für die Verankerung. Das geht auch bei Sturm nicht fliegen. Eher zerrupft es das Häuschen....

    Wir haben dieses von Grosfillex weil mir Keter etwas zu altbacken aussah. Mittlerweile haben die aber auch moderne Designs. Die Hütte steht auf Terrassen Betonplatten und ist rundherum mit Halterungen verdübelt. Es war bei Real Online für ca. 1400€ im Angebot und gefällt mir immer noch sehr gut.

    Bei den Keter Häuschen sind Vertiefungen in der Bodenplatte. Die kann man aufbohren um da z. B. auf einem Punktfundament zu dübeln. 3100038103401_600x600@2x.jpg

    Google mal bei Youtube nach Toms Woodshop/Chaletverkleidung.

    Super Video und detailliert beschrieben. Die Fassade bis unten durchziehen bedeutet, dass beim Setzen des Hauses auch Spannungsschäden auftreten können wenn die untere Abdeckung nicht arbeiten kann. Ich hab mein Chalet untenrum mit Zierer Fassadenplatten ( GFK) in Bruchsteinoptik verkleidet. Gibt es auch in Ziegel, Schiefer usw.

    Eventuell mit Teleskopstützen innen die Tragkraft erhöhen und oben aufs Dach längs Gerüstbohlen damit das Manngewicht besser verteilt wird. Sollte es trotzdem einbrechen lohnt sich die zusätzliche Dämmung wohl nicht..... :ironie

    Wenn nochwas unklar ist, schick es mir per PN. Komme mittlerweile sehr gut zurecht. Nur im Gespräch stoße ich noch an Hürden, vor allem wenn es dann schneller wird weil mein Gegenüber meint ich sei Muttersprachler........

    MartinaL

    Ja, dass muss ich nochmal präzisieren. Ein Mobilheim hat die tragenden Teile ja aus einem Leiterrahmen aus Stahlblech worauf die Balken dann längs aufliegen. Das reicht dann ja aus weil die gesamte Konstruktion eher in Leichtbauweise ausgeführt ist. Bei einem Chalet (das gut doppelt bis dreimal so schwer ist) ist ein Stahlträgerunterbau in Längsrichtung, auf dem im Abstand von 50-60 cm die Balken quer aufliegen, verbaut. Entsprechend stabiler und schwerer ist der gesamte Aufbau ausgelegt. Diese gesamte Konstruktionshöhe (auch beim Mobilheim) ist dann natürlich deutlich höher als die hier diskutierten 10 cm Bodenstärke. Die kann man nur erreichen wenn die Balkenlage direkt auf dem Boden (ohne Fahrgestell) auf Punktfundamenten oder Terrassenplatten aufgelegt werden, wodurch die Traglast ja viel großflächiger verteilt wird. Aber wenn ich ganzjährig bewohnen möchte und nicht ein Domizil für den Sommer suche geht nichts über eine üppig bemessene Dämmung, weil die Mehrkosten sich schnell amortisieren. Mal vom Komfortgewinn ganz abgesehen.

    un_owen Der Holländer schießt gerne schonmal scharf. Da kann man sich schnell auf den Schlips getreten fühlen. (ging mir auch schon so ;))

    Aber er hat immerhin sein Chalet selbst gebaut, und das auch fachmännisch. Als Schreiner hat er dazu natürlich das Know-how und die nötigen Werkzeuge. Trotzdem ist das in meinen Augen schon ne Leistung, sowas quasi "nebenbei" zu bauen. Und es gibt auch nur 3 Typen von mobilen Häusern. Holzständer-, Blockbohlen- oder Sandwichbauweise. Das was du schreibst stimmt dann auch und meine Einwände bezüglich Statik bezogen sich auf den verlinkten Bauplan 9x4 Meter. Trotzdem bin ich der Meinung dass aus Rücksicht auf die Anderen sowas nicht auf dem Platz gebaut werden sollte. Ausnahme vielleicht bei einem neuen Tiny Haus Dorf wo alle anderen auch neu bauen. Und nun bleiben wir wieder alle friedlich und freundlich zu einander. :blume

    Diese Konstruktionen sind doch an den meisten Mobilheimen "nachmessbar". In der Regel beträgt die Dicke der Aussenwände 3,5 - 5 cm. Bei Chalets liegt sie dann zwischen 10 und bis zu 26 cm. (HGB) wodurch in Verbindung mit einem Stahlträger-Fahrgestell natürlich eine viel höhere Stabilität und fast das 3 fache Gewicht zusammen kommt. Und ein Dachsparren wird mit ziemlicher Sicherheit immer auf einem Ständer aufliegen.